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Leseprobe

Glaubenssätze

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Alles was es gibt - Weltall, Erde, Mensch - ist geistiger Natur. Als konkret ausformuliertes Weltbild mag das abwegig klingen für Diejenigen, die sich diese Frage noch nie gestellt haben. Tatsächlich aber kennen viele Menschen diese Weltanschauung bereits, denn die wahre Natur der Realität wird schon seit Jahrzehnten verkündet. Viele Autoren propagieren die Theorie des »Positiven Denkens«, die »Macht des Geistes« oder die »Kraft des Unterbewusstseins« und ihre Bücher finden reißenden Absatz. Besonders die Theorie des Positiven Denkens ist heute allgemein bekannt und viele Menschen haben sie auch schon ausprobiert, meist in einer besonderen Situation. Zum Beispiel wissen Sportler, Manager, Kulturschaffende, dass es das Denken (und Fühlen) ist, was über Sieg und Niederlage entscheidet. Dass Gedanken eine Kraft sind, die die Dinge des Lebens oder einfach nur den Ausgang eines Vorhabens beeinflussen, das wissen heute viele Menschen, auch wenn die meisten nicht darüber nachdenken, welche Schlussfolgerung sich daraus für die Natur der Realität ergibt. Wie kann es sein, dass ich mit meinem Denken und Fühlen den Lauf der Dinge, das reale Geschehen so oder so beeinflusse und letztlich konkrete Fakten erzeuge?

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Wir halten unsere Überzeugungen über die Realität des Lebens für die Realität des Lebens an sich. Wir meinen zu wissen, wie das Leben ist, von welchen Regeln und ungeschriebenen Gesetzen es bestimmt wird, denn wir haben unsere entsprechenden Erfahrungen gemacht. Aber diese Lebensrealität gibt es gar nicht. Das tagtäglich erfahrene reale Leben ergibt sich aus unseren Gedanken und Gefühlen, Meinungen und Überzeugungen. Wir erfahren das Leben so, wie wir glauben, dass es sei!Das Leben an sich hat keine unumstößlich geltenden Eigenschaften und Regeln. Keine einzige erforschte und belegte Gesetzmäßigkeit über das Leben des Menschen in dieser Welt besteht objektiv, auch wenn sie sich in der Vergangenheit hundert- oder millionenfach bestätigt haben sollte. Das bedeutet in letzter Konsequenz, dass das Leben an sich keine vorgegebenen Eigenschaften hat beziehungsweise, dass es jede denkbare Eigenschaft annehmen kann.Alles, was wir für die Wahrheit über das Leben halten, ist tatsächlich nur Glaube an diese Wahrheit, ist eine zum Glaubenssatz erhobene persönliche Überzeugung.

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Die Gedanken und Gefühle des Menschen drängen danach, sich zu realisieren und zu materialisieren. Und so wirft das Bewusstsein des Menschen immerzu die eigenen Inhalte nach außen. Alles, was der Mensch sieht in seiner persönlichen Umwelt, seine konkreten äußeren Lebensbedingungen, seine Erfahrungen sowie die Ereignisse, die sein Schicksal gestalten, sind Projektionen seines Bewusstseins bzw. seiner Psyche.

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Indem der Mensch sich umsieht in seiner Realität, sieht er die Inhalte seines Bewusstseins und erkennt sich selbst. Ich bin meine Umwelt. Oder: Meine Umwelt ist mein Spiegelbild.