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Leseprobe

Adam und Eva

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Gott hat einen Menschen erschaffen und diesen dann körperlich zweigeteilt in Mann und Frau. Das war die erste Trennung, der dann (durch Initiative des abgetrennten Teils, sprich Eva) die Trennung von Mensch und Gott folgte. So hat Gott Adam aus einem Klumpen Materie (Lehm) geformt und ihm dann seinen Odem eingehaucht. Eva hätte er auf die gleiche Weise erschaffen können - hat er aber nicht. Eva entspringt Adam, sie war ein Teil von ihm, bildlich erklärt als Rippe, die Adam entnommen wurde.Adam war, nachdem er eine Rippe hergegeben hatte, noch immer dasselbe Wesen wie vorher. Das Weibliche war und ist nach wie vor in ihm und wurde ihm nicht weggenommen in Form einer Rippe.Eva ist ein Teil Adams. Sie ist also nicht nur Weib, sondern derselbe Mensch wie Adam. Auch sie trägt Das Männliche sowie Das Weibliche in sich.Daraus ergibt sich aber: Mann und Frau haben dasselbe Bewusstsein oder dieselbe Psyche. Sie haben nur im Laufe der Menschheitsgeschichte ihre menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten immer rigider in männlich und weiblich getrennt und sich gegenseitig zugeteilt.Hätte Gott aus einem Klumpen Lehm einmal den Mann Adam erschaffen und aus einem weiteren Klumpen Lehm Eva, das Weib geformt, dann wären Mann und Frau tatsächlich zwei verschiedene, eigenständig erschaffene Wesen. Aber nein: Gott musste, um eine Frau entstehen zu lassen, erst umständlich Adam eine Rippe entnehmen.

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Mann und Frau haben denselben Geist oder dasselbe Bewusstsein. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist lediglich biologischer Natur.Die als weiblich klassifizierten Attribute finden sich in jedem Mann - bis in die jüngste Vergangenheit sorgsam verborgen und beharrlich verleugnet. Und jede Frau verfügt über alle als traditionell männlich erachteten Fähigkeiten, die gegenwärtig aber immer ungenierter ausgedrückt und konkret gelebt werden.

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Jeder Mensch verfügt über alle menschlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und Möglichkeiten, und es geht darum, dass er sie frei ausdrücken und verwirklichen kann. In dem Moment, wo er dazu in der Lage ist, wird sich die Trennung seines Bewusstseins ganz von selbst aufheben, wird er seine wahre geistige Natur erkennen. Das ist dann der nächste Schritt, die Vertreibung aus dem Paradies rückgängig zu machen. Indem der Mensch seine wahre Natur erkennt, ist er wieder vereint mit sich und seinem göttlichen Ursprung. Aber jetzt ist er nicht mehr der, der als Adam und Eva begonnen hat. Jetzt kann er seine geistigen Potenziale, mit denen er von Anbeginn ausgestattet ist, nutzen.